PhilosophieBaumumarmen

Der Kletterwald Sayn ist eine ausgesprochen naturnahe Freizeiteinrichtung. Er befindet sich – wie der Name verrät – inmitten eines FabianJumpWaldes. Die Kletterelemente erstrecken sich zwischen lebenden Bäumen.

Es ist uns sehr wichtig, dass wir den Kletterwald Sayn an die Natur angleichen und nicht die Natur an den Kletterwald. Wer hier unterwegs ist, soll den Wald als Wald erleben. Um dies zu erreichen, liegen uns mehrere Punkte am Herzen:

  • Die Anlage des Kletterwald Sayn ist in ein seit Jahren von Menschen stark frequentiertes Waldstück integriert. Die Tiere, die hier leben, sind die Anwesenheit des Menschen gewohnt. Daher stellt der Kletterwald keine problematische Veränderung für sie dar.
  • Die Kletterelemente bestehen aus Seilen, deren Anbringung die Bäume nicht verletzt. Durch ausgefeilte Druckverteilung und die Verwendung spezieller rindenschonender Schlingen kann der Baum genau so weiterwachsen wie vor unserer Ankunft. Wenn wir dann irgendwann wieder weg sind und unsere Anlagen mitgenommen haben, werden wir nur ein kleines Kapitel in seiner mehr als hundertjährigen Geschichte gewesen sein.
  • Um Bodenverdichtung und damit das Absterben der Wurzeln zu verhindern und um der Flora genug Platz zum Entfalten zu ermöglichen, geben wir den Besuchern am Boden feste Wege vor. Dazu nutzen wir zum Großteil bereits vorhandene Forstwege; nur wo diese fehlen legen wir dünne Wege mit höchstens zwei Metern Breite an. Sie bestehen aus Ästen und Hackschnitzeln, die aus dem Wald selber kommen. So kann sich jeder unter den Parcours bewegen und den Kletternden zuschauen, der Wald bleibt aber dennoch so, wie er ist.
  • Wir bauen kein Haus in den Wald. Lediglich eine kleine Holzhütte steht dort, schön urig. Das sieht nicht nur klasse aus, sondern belastet auch hier wieder nicht den Wald.
  • Alle Besucher sind angehalten, keinen Müll in den Wald zu werfen. Da es dennoch hin und wieder vorkommt, säubern wir regelmäßig den Wald. Sie werden es sehen: So wenig Müll finden sie in kaum einem Waldstück.
  • Da wir im Winter keinen Betrieb haben, hat der Wald Zeit, durchzuatmen und die Tiere werden in ihrem Winterschlaf nicht gestört.

Wir sind der Meinung, dass sich eine Nutzung des Waldes sehr wohl mit dessen Schutz verbinden lässt. In einer erschütternden Studie im Jugendreport Natur 2006 über die Entfremdung unserer Kinder von der Natur heißt es treffend:

„Nur was wir kennen, können wir schützen."

Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dem Menschen die Schönheit des Waldes und des Sporttreibens in der Natur wieder näher zu bringen.